Vita
| 1954 | geboren in Kassel |
| 1975-1983 | Studien der Musikwissenschaft und Schulmusik |
| 1980-1981 | Kompositorische Studien bei Edward Cowie |
| 1981 | Gründungsmitglied des Glasmusik-Ensembles Kassel |
| 1983 | 1. Staatsexamen |
| 1985-1987 | Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Duisburg |
| 1984-2000 | Lehraufträge an den Universitäten Kassel, Oldenburg, Hildesheim |
| 1985 | Gründung des Ensembles in process (Minimal Orchestra) |
| 1988 | Promotion in Musikwissenschaft 1988 mit einer Arbeit über den Zwölftontheoretiker und -Komponisten Josef Matthias Hauer |
| 1989 | Teilnahme an der KlangWelten-Tournee mit dem Ensemble in process |
| 1990 | Projekt mit Tanztheater Regenbogen (Koblenz) |
| 1997 | Initiator und Künstlerischer Leiter des 1. Deutschen Minimal Music Festivals (und aller weiterer Festivals) in Kassel |
| 1999 | 2. Deutsches Minimal Music Festival |
| 2000 | Buch-Veröffentlichung: Minimal Music - Geschichte, Ästhetik, Umfeld |
| 2000 | Gründung des Fördervereins Minimal Music e.V. |
| 2000 | Projekt MENSCH & MASCHINE |
| 2001 | 3. Deutsches Minimal Music Festival |
| 2002 | Kasseler Kulturpreis |
| 2003 | 4. Deutsches Minimal Music Festival |
| 2003 | Multimediales Projekt GRENZEN |
| 2005 | 5. Deutsches Minimal Music Festival |
| 2006 | Projekt ÄON mit dem Gamelan-Ensemble Kancil (Bremen) |
| 2006 | Gründung des Kasseler Gamelan-Ensembles |
| 2007 | Internationales Minimal Music Festival |
| 2007 | Projekt GG PIANO ELECTRO PERFORMANCE mit Thomas Gerwin (Berlin) |
Künstlerische Arbeit
Arbeit als freier Komponist und Musiker in Kassel. Seine primären künstlerischen Arbeitsfelder sind die Neue Musik, Außereuropäische Musik und Jazz. Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die Minimal Music.
Als Leiter des in Deutschland einzigartigen Ensembles in process praktiziert Götte diese Musik bereits seit 25 Jahren; als Komponist minimalistischer Musik hat er einen eigenen Weg jenseits der ‘Klassiker’ Steve Reich, Philip Glass, Terry Riley eingeschlagen.
Götte ist Mitglied des Glasmusik-Ensembles Kassel, des Gamelan-Projektes Kassel sowie als Jazzmusiker pianistisch tätig.
Kompositorische Arbeit
In seinen minimalistischen Kompositionen verbindet Götte die Idee des ‘graduellen Prozesses’ (Reich) mit unterschiedlichen Aspekten: Elemente europäischer (Dialogformen, sinfonisches Formdenken), afrikanischer (charakteristische Melismen und rhythmische Muster) und amerikanischer Musik (harmonisch-melodische Strukturen des Jazz). Fast immer ist seine Musik polyphon-vielschichtig.
Ein Merkmal, das auch die nicht-minimalistischen Kompositionen Göttes prägt. In diesen Kammer- und Orchesterwerken herrscht entweder freie Tonalität (Atonalität) oder eine spezifische Modalität, die zumeist mehrere Modi sukzessive kombiniert. Man mag bisweilen an Komponisten wie Béla Bartok oder Charles Ives und Aaron Copland (so ein Kritiker) erinnert werden.
Nahezu sämtliche Kompositionen Göttes sind ‘reine Musik’ - Musik ohne programmatische Inhalte. Motivische Arbeit ist Ausdruck dieser Grundhaltung.
Die Vorliebe für den musikalischen Rhythmus verbindet die Kompositionen beider Arbeitsfelder miteinander.
Eine Oper, mehrere Orchester- und Kammerorchesterwerke, drei Streichquartette, kammermusikalische Arbeiten für diverse Besetzungen, Arbeiten für Gamelan-Instrumentarium, Jazz-Kompositionen, Klanginstallationen, Soloinstrumentalwerke, pädagogische Arbeiten.
Arbeiten mit Bezug zur indonesischen Musik:
- ‘MIRA’ für Gamelan und 3 Synthesizer (1995)
- ‘Le piéton de l'air" für Gamelan und Flöte (1999)
- ‘ÄON’ für Gamelan und Sprecher (2005)
Arbeiten mit Bezug zur afrikanischen Musik:
- ‘African Suite’ für Ensemble (1998)
- ‘Maitou’ für Gitarren-Ensemble und Schlagzeug’ (2005)
- ‘African Music’ für Chor und Orchester (2006)